Frühblüher im Naabtaal
von Thomas Winkelbauer
Karsten hatte für das letzte Märzwochenende ins Naabtal bei Burglengenfeld eingeladen, um gemeinsam das Frühjahr zu genießen und „nebenbei“ diverse Frühblüher zu fotografieren. Schon die Tage zuvor machte er uns mit aktuellen Bildern aus seiner Heimat heiß auf diese Exkursion, und so blieb schließlich auch dem Wettergott nichts andres übrig, als uns zumindest am Samstag mit trockenem Wetter, angenehmen Temperaturen und schönem Licht zu beglücken.
Punkt 10 Uhr also versammelte sich eine stattliche Anzahl an FotografInnen am vereinbarten Treffpunkt nahe Burglengenfeld. Herzlich begrüßt von Karsten konnten wir auch etliche Gäste und Interessenten an der GDT in unserer Mitte willkommen heißen.
Vom Treffpunkt aus ging es mit wenigen Fahrzeugen los zum nahgelegenen ersten Foto-Spot. Dort erwartete uns ein wahres Meer an tausenden, vielleicht sogar abertausenden Leberblümchen. Anfängliche Bedenken, dass wir uns ob der großen Teilnehmerzahl gegenseitig im Weg stehen, liegen oder sonst was könnten, waren angesichts der unzähligen Blümchen und des riesigen Gebiets, auf denen sie verteilt waren, schlagartig verflogen. Schwieriger war es da schon, sich oder die Kamera so zu platzieren, dass keines der zarten Blümchen zu Schaden kam.
Fast erschlagen von diesem grandiosen Auftakt machten wir um die Mittagszeit einen kleinen Abstecher in den Wildpark Höllohe, um uns dort ein wenig zu stärken, auszutauschen – oder ungeduldig auf den nächsten Teil der Exkursion zu warten.
Am nächste Ziel erwarteten uns vor allem reichlich Küchenschellen, wieder präsentiert in bestem Licht. Mich faszinierten vor allem die schon leicht verblühten Pflanzen durch ihren fast morbide anmutenden Charme. Auch hier war das Gelände wieder sehr weitläufig, so dass Jede und Jeder „sein“ Motiv finden und dieses entsprechend inszenieren konnte.
Aber damit noch nicht genug, kurz vor der einbrechenden Dämmerung verlegten wir nochmal an in die Höllohe, um uns dort einem schönen Bestand an Buschwindröschen widmen zu können. Die bald untergehende Sonne bescherte uns nochmal perfektes Licht, herrlichste Lichtspiele in diversen kleine Bachläufen und Pfützen, wunderbar goldenes Bokeh, erzeugt durch den noch lichten Laubwald.
Zurück am Ausgangsparkplatz versammelte sich ein Großteil unserer Gruppe mit gut gefüllten Speicherkarten, leeren Akkus, und auch vielleicht ein bisschen hungrig, noch in einer nahen Pizzeria, um bei reichlich gutem Essen und diversen Getränken das Erlebte Revue passieren zu lassen, Pläne für die Zukunft zu schmieden, oder sich einfach nur angeregt zu unterhalten.
Eine seit Tagen angekündigte und in der Nacht pünktlich eintreffende Kaltfront verhinderte zwar leider weitere fotografische Highlights am Sonntag, angesichts des reichlich Erlebten machte diese Exkursion dennoch Lust auf weitere Exkursionen unserer Regionalgruppe.
Spannend wurde es zweieinhalb Wochen später nochmal bei der virtuellen Nachbesprechung der Exkursion. Dort zeigte sich eindrucksvoll die kreative Vielfalt und Bandbreite unserer Gruppe. Es war zumindest für mich sehr inspirierend, zu sehen, wie die KollegInnen die doch ähnlichen Motive auf unterschiedlichste Art eingefangen hatten. Interessant war auch zu beobachten, dass doch etliche sich intensiv mit den HighKey- und LowKey-Techniken auseinandergesetzt hatten.
An dieser Stelle im Namen aller ein herzliches und großes Dankeschön an Karsten für das Aussuchen und Erkunden der einzelnen Gebiete, die Organisation, und, und, und!!!
Teilnehmer:
Stefan Blaas
Julia Buhl
Karsten Gieselmannn
Heiko Henzold
Winfried Hochstetter
Stefan Kuhn
Jürgen Schleinkofer
Dirk Sperner
Robert Sprenger
Christian Steger
Christine Tuschner
Thomas Veltkamp
Dirk Wagner
Rüdiger Weis
Thomas Winkelbauer
Jenny Loreen Zierold
Arbeitsbilder:
Bilder von der Exkursion: